Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 8. September 2008 um 02:29 Uhr und wurde unter Geschichte abgelegt. Verfolge die neuesten Kommentare zu diesem Eintrag via RSS 2.0 feed. Du kannst eine Nachricht hinterlassen, oder einen trackback auf deine Seite setzen.


Val de Travers
Das Val de Travers erstreckt sich vom Neuenburgersee quer durch den Jura bis hin zur Grenze zu Frankreich. Die Dörfer in diesem von der Uhrenindustrie geprägten Tal wirken eher bescheiden. Und doch ist das Tal reich an Attraktionen.
Môtiers: Der mittelalterliche und kompakte Kern des Dorfes ist quer zum Talverlauf angeordnet und besticht durch die breite und einladend wirkende Dorfstrasse. Alte Brunnen und renovierte Hausfassaden runden das intakte Dorfbild ab. Besonders stolz sind die Einheimischen aber auf die Tatsache, dass hier im 18. Jahrhundert der Dichter Jean-Jaques Rousseau für drei Jahre Asyl gefunden hat. Môtiers bietet einige Sehenswürdigkeiten wie das imposante «Hôtel des six Communes», das Schloss und das «Musée Rousseau». In Môtiers befindet sich der Firmensitz des Hauses KÜBLER.
Etwas weiter unten im Tal befinden sich die
Asphaltminen von Couvet. Asphalt wird hier zwar keiner mehr abgebaut, dafür werden in den kilometer langen Gängen Touristen herumgeführt. Die immer gleich bleibende Temperatur von 8 °C ist im Sommer eine willkommene Abkühlung. Im Restaurant, das am Eingang zur Mine steht, werden Spezialitäten angeboten, die auf heissem Bitumen – einem Nebenprodukt aus Asphalt – gegart werden.
Landschaftlicher Höhepunkt ist die Areuseschlucht. An dieser Stelle durchschneidet der kleine Fluss eine ganze Jurakette ehe er sich in den Neuenburgersee ergiesst. Gewaltige Formationen aus Felsen sind das beeindruckende Resultat. Am unteren Ausgang der Schlucht wechselt die Landschaft abrupt. Der Jura hört wie abgeschnitten auf. Grüne Wiesen und weiter unten gegen den Neuenburgersee gepflegte Rebberge beherrschen auf einmal die Szene. Typische, mit Blumen geschmückte Winzerdörfer reihen sich aneinander. Der Kontrast zum zuvor eher kargen Val de Travers könnte nicht grösser sein.
Das Val-de-Travers ist also immer eine Reise wert.
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